Die Freundschaftstour: Linz-Passau-Budweis



Die Freundschaftstour: Linz - Passau - Budweis

wurde ab 1992 vom Oberösterreichischen Landes-Radsportverband mit einer Etappe von Linz nach Passau und von Passau nach Helmonsödt auf insgesamt 5 Etappen erweitert. Zuvor (ab 1988) gab es die Etappenfahrt: Linz - Budweis - Linz. Zur Zeit des „eisernen Vorhangs" gelang es dem Präsidenten des OÖLRV Wolfgang Rappersberger die Grenze zur damaligen CSSR zu überwinden und die Radrennfahrer fuhren samt Begleittroß ohne Stop über die österreichisch-tschechische Staatsgrenze.

Erst 1992 knüpfte Präsident Rappersberger die sportlichen Bande zwischen Oberösterreich-Südböhmen und Bayern weiter und verband die Partnerstädte Linz - Passau - Budweis mit fünf Etappen der „Int. Freundschaftstour". Bereits beim erstenmal nahm 1992 eine vierköpfige Niederbayern-Mannschaft an dieser Rundfahrt teil. Mit Otto und Martin Peter, Jens Müller (alle RSV 1895 Passau) und Raimond Schoberer (VCR Regensburg) gelang auf der 2. Etappe von Linz über Gottsdorf - Jochenstein - Obemzell - Passau der bisher einmalige Erfolg: Otto Peter fuhr am Passauer Rathausplatz als Sieger über die Ziellinie. Zahlreiche Persönlichkeiten waren zur Siegerehrung anwesend als Otto Peter im Niederbayern-Trikot auf dem Siegertreppchen stand und die Nationalhymne ertönte. Kultusminster Hans Zehetmaier, Landeshauptmann Josef Ratzenböck (Linz) und OB Willi Schmöller sowie der Generalkonsul von der Oberösterreichischen Landesbank Scharinger (Linz) gratulierten zu diesem schönen Erfolg.

Martin Peter war in den Folgejahren zweimal als bester deutscher Fahrer (Gesamtwertung) im „Shimano-Führungstrikot". Eine Mannschaft des RSV 1895 Passau mit Otto, Martin und Gerhard Peter sowie Max Hagen nahm 1993 teil. Nur 29 von 80 gestarteten Fahrern erreichten infolge sehr schlechter Witterung das Ziel in Budweis. Otto Peter - Platz 11 in Passau, Spurtsieg des Feldes in Budweis um Platz 10. Martin Peter: im Trikot des besten deutschen Fahrers in der Gesamtwertung Platz 13. Eine Sechsermannschaft des RSV 1895 Passau mit Gerhard, Otto und Martin Peter nahm 1994 wieder teil, Martin Peter wieder im Führungstrikot, Max Hagen, Martin Sommer und Rudi Freundorfer unterstützten die Mannschaft nach besten Kräften. Etappenplätze: Otto Peter in Passau 9. Platz, Martin Peter in Budweis: 17. Platz. 1995 nahm nochmals eine Sechsermannschaft des RSV 1895 Passau teil: Martin, Otto und Gerhard Peter, Max Hagen, Martin Sommer und Thorsten Schaller hielten gut mit, aber der tschechischen Übermacht mit den starken Profi-Teams waren selbst die Österreicher nicht gewachsen. 1996 fuhr Max Hagen noch einmal in der Mannschaft des RSV 1895 Passau als 9. in Budweis ins Ziel. Eine Mannschaft des BRV mit Trainer Albert Rinn beteiligte sich in den Folgejahren an der Freundschaftstour.

Ab 1997 ist die Freundschaftstour nur mehr den National- und Regionalmannschaften der Klasse U 23 vorbehalten. Der Passauer Andreas Schober startet im U 23-Team des Bayerischen Radsportverbandes.

Mit vier deutschen Mannschaften: BDR-Nationalmannschaft, BRV, Köstritzer und Leipzig sind die Deutschen hervorragend vertreten. Mit Stephan Radochla (Leipzig) gewann 1999 nach Otto Peter (1992) sieben Jahre später der zweite deutsche Fahrer in Passau die Etappe. Stephen Rein (Nürnberger) wurde 1996 Dritter.

Der RSV 1895 Passau arbeitet in der Organisation mit, bzw. was die Streckenführung in Niederbayern betrifft. Die Mitglieder der RF Obemzell sichern die Rennstrecke von der österr. Grenze bei Gottsdorf bis Erlau ab, den Rest bis Passau - der RSV 1895 Passau. Mit dem 3. 0Ö-Grand-Prix U 23 Linz - Passau - Budweis kamen bei der 12. Freundschaftstour am 04.09.99 mit 12 Nationen 24 Mannschaften in die südöstlichste Ecke Niederbayerns.


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